Woody Guthries Haus der Erde

Seiner Zeit weit voraus

Der legendäre Folksänger Woody Guthrie (1912 – 1967) hat einen Roman hinterlassen, der erst jetzt publiziert wurde. Das habe auch an der unverblümten Sexdarstellung gelegen, die ihrer Zeit weit voraus gewesen sei, vermuten Douglas Brinkley und Johnny Depp im ausführlichen Vorwort. Mehr als ein literarisches Ereignis ist Woody Guthries Haus der Erde ein Dokument über Guthrie selbst, seine Weltsicht, seine Gefühle, sein Engagement. weiter lesen<
guthrie

David Munyon reif für die Insel

Acrylic Teepees & Meanwhile Back in Japan

Gleich mit zwei Platten ist der Singer Songwriter David Munyon reif für die Insel: Acrylic Teepees & Meanwhile Back in Japan. Mit ausgezeichneten Musikern im Rücken zelebriert er hier ganz große Singer-Songwriter- Kunst. Diese beiden mit Band eingespielten Platten ragen noch über sein ohnhin ausgezeichnete Solowerk hinaus. Sein Markenzeichen ist seine samtweiche Stimme, mit der er die eingehenden Melodien seiner Songs singt. weiter lesen

munyon

Summer Of Love und I’m In The Mood

Neue Fundstücke von Jefferson Airplane und John Lee Hooker mit Bonnie Raitt

Summer of Love und I’m In The Mood sind die neuen Fundstücke auf der Platteninsel. Jefferson Airplane taten sich ein letzte Mal zusammen und veröffentlichten 1989 eine schlicht Jefferson Airplane betitelte CD. Mit „Summer Of Love“ enthält die CD das schönste Liebeslied an die Hochzeit der Hippie-Ära, den Sommer 1967, das je geschrieben wurde. John Lee Hooker gab 1992 ein Konzert mit einer illustren Gästeschar in Mill Valley. Bonnie Raitt spornte er bei „I’m In The Mood“ zu Höchstleistungen an. weiter lesen

hooker Unbenannt-1

 

Dino Valente, Sänger von Quicksilver Messenger Service

Einziges Soloalbum wieder veröffentlicht

Diedrich Diederichsen würdigt in der Tageszeitung (Taz) Dino Valente, Sänger von Quicksilver Messenger Service (Taz von Samstag/Sonntag, 19./20. Oktober). Anlass ist die Wiederveröffentlichung von Valentes einzigem Soloalbum, dem 1968 erschienenen „Dion Valente“. Valente, am 7. November 1943 in Danbury, Connecticut, als Chester Powers geboren, war zunächst in Folkzirkeln aktiv und galt lange Zeit als Schöpfer von „Hey Joe“, das aber eher ein Traditional ist. Tatsächlich aus Valentes Feder stammt die Hippie-Hymne „Everybody Get Together“. Valente gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Quicksilver Messenger Service, die zu „den Hausbands der frühen Hippie-Kultur der Bay Area werden sollte“, so Diederichsen. Bei den ersten drei Quicksilver-Alben war Valente allerdings nicht dabei, weil er wegen Marihuana-Besitzes über ein Jahr im Gefängnis saß. Nach seiner Rückkehr habe Valente „die Gruppe seit 1971 zu einer geradezu parodistisch wirkenden Abkehr von ihrer früheren ungehobelten Brillanz“ bewegt, meint das Rock-Lexikon des Rowohlt Verlages

Unbenannt-1

 Valente (Mitte) mit seinen Quicksilver-Kollegen.

Valentes Soloalbum enthält laut Diederichsen nur drei konventionelle Songs, „dann geht es immer tiefer in eine ätherische Abgedrehtheit“. Mit seiner Stimme ziehe der Sänger alle Register „und das Beste ist, dass er nicht wirbt, sondern die meisten Songs auf dieser Platte eher nach dem Sex spielen, bei endlosen postkoitalen Joints auf San Franciscos Flauschfußböden“.

Den Artikel von Diedrich Diederichsen über Dino Valente finden sie hier.

Gay & Terry Woods: The Time Is The Right

Die Platte für die Insel

Die Scheibe von Gay & Terry Woods: The Time Is The Right gehört zu den Platten, die man mit auf die einsame Insel nehmen sollte. Das Duo liefert mit einer hervorragenden Begleitband ein wunderbares Gebräu aus irisch-englischem Folk, Country und Rock. Gänsehauterzeugend ist der Harmoniegesang von Gay und Terry. Terry erdet die himmlische Stimme von Gay.

IMG_5167

Gay und Terry Woods gehören zu den Pionieren des irisch-englischen Folk-Rocks. Terry spielte bei Sweenes’s Men, bevor er zusammen mit Gay zu den Gründern von Steeleye Span gehörte. Danach formierten die beiden die Woods Band. Nach einigen Duoplatten trennten sich ihre Wege. Terry stieg bei den Pogues ein, Gay spielte mit Auto Da Fe New Wave-Musik, spielte Soloplatten ein und kehrte als Sängerin zu Steeleye Span zurück. weiter lesen