Zum Tod von Johnny Winter 
Es war eine dieser Rockpalast-Nächte, 1979. Mit netten Leuten vor der Glotze bis in den frühen Morgen. Viel Bier, gute Stimmung. Dann kam Johnny Winter und rockte die Bude. Johnny ist tot, gestorben heute, 16. Juli 2014.

Welche Qulität Tom Waits als Songschreiber hat, belegt das Album „Step Right UP – The Songs Of Tom Waits“. Die 1995 bei Caroline Records erschienene CD gehört zu den besten Tribute-Alben aller Zeiten. Eine ausgesuchte Schar feiner Künstler demonstriert, was in den Songs des schrulligen Musikers steckt.
Ein unwiderstehliches Gebräu aus A
mericana und Gypsy ist die Platte Texas Gypsy Fire von Oliver Rajamani. Für das Werk hat er promiente Mitstreiter gefunden wie Country-Star Willi Nelson und die wunderbare Steel Gitarristin Cindy Cashdollar. Der Boston Globe bezeichnete Rajamanis Musik als „exotische und einzigartige Mischung aus Indien, den Klängen der Sinti und Roma sowie Texas, Country & Western“.

1989 taten sich die die Musiker der Hippie-Band Jefferson Airplane noch einmal (und zum letzten Mal) zusammen und schwelgten in seligen Erinnerungen. Das schlicht „Jefferson Airplane“ betitelte Werk enthält mit „Summer of Love“ eine wehmütige Erinnerung an den Sommer von 1976. Es ist das schönste Liebeslied an jene Zeit, das je geschrieben wurde.

Sie singt vom Leid ihres Volkes, singt von “Schnee und Blut und Asche / Und Träumen zu stark um zu sterben”. Sie singt mit trauriger Stimme zu wunderschönen Melodien. Sie singt mit trauriger stimme zu wunderschönen Melodien. Annie Humphrey ist Ojibwe-Indianerin. Sie wuchs in einen Reservat Nord-Minnesota auf. In ihren Songs beschreibt sie das Schicksal ihres Volkes und setzt sich für ökologische Belange ein. Sie gilt als eine der talentiertesten Singer/Songwriterinnen der Native American Music.
Der Singer-Sonwriter mit der samtenen Stimme und den eingängigen Melodien David Munyon ist gleich mit zwei Platten reif für die Insel: Acrylic Teepees von 1996 (Glitterhouse) und Meanwhile Back in Japan (mit Mary’s Band) von 2010 (mobilehomerecords).
Vom Tode gezeichnet hat Warren Zevon mit „The Wind“ im
Jahr 2003 sein Meisterstück abgeliefert. Nur elf Tage nach Veröffentlichung der mit brüchiger Stimme eingesungenen CD erlag er dem Krebs, der seine Lunge zerfressen hatte. Freunde und Verehrer waren zu ihm ins Studio gepilgert, um mit ihm seine letzte Platte aufzunehmen: Bruce Springsteen, Tom Petty, Ry Cooder, Jackson Browne, Emmylou Harris, Don Henley, T-Bone Burnett, Joe Walsh, David Lindley….

Der legendäre Folksänger Woody Guthrie (1912 – 1967) hat einen Roman hinterlassen, der erst jetzt publiziert wurde. Das habe auch an der unverblümten Sexdarstellung gelegen, die ihrer Zeit weit voraus gewesen sei, vermuten Douglas Brinkley und Johnny Depp im ausführlichen Vorwort. Mehr als ein literarisches Ereignis ist der Roman ein Dokument über Guthrie selbst, seine Weltsicht, seine Gefühle, sein Engagement.

Dave Van Ronks Autobiografie „Der König von Greenwich Village“ beschreibt die Folk-Szene in Greenwich Village, zu der unter anderem Bob Dylan, Joan Baez, Leonard Cohen und Joni Mitchel gehörten. Die Memoiren dienten den Coen-Brothers als Vorlage für ihren Film „Inside Llewyn Davis“. Deshalb ist die Autobiografie nun eilig auf Deutsch herausgegeben worden, so eilig, dass keine Zeit für ein Register war. Schade, denn in dem Buch kommen viele Leute vor, die Musikgeschichte geschrieben haben. In den USA ist das Buch bereits 2005 erschienen.
Sie galten als die irische Ausgabe von Linda & Richard Thompson: Gay & Terry Woods. Mit der Platte „The Time Is Right“ hat das
irische Duo 1976 sein Meisterwerk abgeliefert, das bis heute leider nicht auf CD erschienen ist. Sie verbinden irisch-englische Folk-Musik mit Rock und Country. Zur Seite steht ihnen eine exzellente Band um die Folk-Urgesteine Dave Mattacks (Drums) und Dave Pegg (Bass), aus der B.J. Cole an Dobro und Steel und Brian Golbey an der Fiddle herausragen.