Elyse Weinberg

Wiederentdeckt

Das auf Wiederveröffenlichungen spezialisierte US-amerikanische Label „Good Time Records“ hat zwei Schätze gehoben: „Elyse“ und „Greasepaint Smile“ von Elyse Weinberg (Foto).

Elyse

Weinberg war eng mit Neil Young befreundet, der wie sie aus Kanada stammte. Wie Young schloss sie sich der Musiker-Szene im Laurel-Canyon bei Los Angeles in den USA an, aus der sie für ihre Aufnahmen prominente Unterstützung erhielt. Young steuerte gerne die E-Gitarre bei während Weinberg sang und akustische Sechs- und Zwölfseiten-Gitarren spielte.

„Elyse“ ist eine Mischung aus Folk, Pop und psychedelischem Rock. Fast alle der zwölf Songs hat Weinberg geschrieben, nur „Deed I Doo“ stammt von dem Engländer Bert Jansch. Die Wahl dieses Songs dokumentiert Weinbergs erlesenen geschmack.

Greasepaint Smile

„Elyse“ erschien 1969 auf dem Label „Tetragrammaton“. Dort sollte noch im selben jahr „Greasepaint Smile“ erscheinen. Die Platte war bereits fertig eingespielt, aber Tetragrammaton ging pleite, „Greasepaint Smile“ verschwand im Archiv – leider, denn sie ist noch besser als „Elyse“. Herausragend ist „Houses“, bei dem Weinberg von Neil Young begleitet wird. Als weitere musiker der Platte werden im Booklet neben Young noch J.D. Souther, Kenny Edwards und Nils Lofgreen genannt. Wäre „Greaspaint Smile“ wie geplant 1969 veröffentlicht worde, wäre Weinberg zu den ganz großen dieser Ära auffgestiegen, wird im Booklet vermutet. Die Platte gehört jedenfalls zu den ganz großen Werken dieser Zeit.

Weinberg zog sich 1971 aus dem Musikgeschäft zurück. Aks Anfang der 200er jahre „Elyse“ wiederveröffentlicht wurde, feierte sie ein Comeback. 2009 veröffentlichte sie ein neues Album: „In My Own Sweet Time“. Ein Jahr später starb sie im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs.

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