Neues von Veteranen

Nile, Murphy, McMurtry, Silos

Fast zeitgleich sind neue Alben der Americana- und Rock-Veteranen Willie Nile, Elliott Murtphy, James McMurtry und The Silos erschienen, allesamt sehr hörenswert.

Willie Nile

„The Great Yellow Light“ heißt das Werk von Willie Nile, der wieder mit seinem hymnischen Rock auftrumpft. Höhepunkte sind der Song „An IrishGoodbye“, den er zusammen mit der irischen Folk-Ikone Paul Brady singt, und „Wake Up America“. Den Weckruf schmettert er zusammen mit dem Geistesverwandten Steve Earle. Wake up America do you know who I am / I’m one of the millions do you even give a damn / I’m the son auf immigrants I’m the daughter of slves / I’m native indigenous stop diggin‘ my grave.“ Neben Earle und Brady wirken Waddy Wachtel und David Mansfield sowie Mitglieder von Black 47 und den Hooters mit.

Elliott Murphy

Elliot Murphy wartet mit „Infinity“ auf, einem ergreifenden Alterswerk, das sein Sohn Gaspard produziert, arrangiert und gemischt hat, der zudem diverse Instrumente beisteuert. Neben seinem bevorzugten Gitarristen Olivier Durand ist die Geigerin Melina Cox dabei. „In gewisser Weise nimmt ‚Infinity‘ die Form eines Romans an, in dem Lieder Kapital und Charaktere aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ersetzen und Hand in Hand mit einem geisterhaften Rhythmuspartner tanzen.“

James McMurtry

„The Black Dog and The Wanderung Boy“ von James McMurtry hat seinen Titel von einer Zeichnung, die McMurtry als Kind mit einem Hund zeigt. Die Zeichnung stammt vermutlich von Ken Kesey aus den 1960er Jahren. Die Merry Pranksters, Keseys umherziehende Bande von Hippie-Aktivisten, waren oft Gäste von McMurtry Eltern. Da Album ist eine Sammlung von ergreifenden Geschichten, die mit Gitarre, Banjo und Mundharmonika stimmungsvoll untermalt sind. Die Singer-Songwriterin Sarah Jarosz steuert den Harmoniegesang bei „Annie“ bei und spielt dazu auch Banjo. Der Song gehört zu den herausragenden Stücken der Platte.

The Silos

Das Album „Family“ hat Walter Salas-Humara nach einigen Solo-Alben mal wieder mit seiner Band „The Silos eingespielt. Es ist ein spannender Stilmix, den die Musiker um den Bandleader mit kubanischen Wurzeln bieten. Mal dröhnen die elektrischen Gitarren in Garagenrock-Manier, mal erklingt eine akustische Hymne und in „Puede Ser“ wird spanisch gesunden. Mein Favorit ist das folkrockige „The Spanish Man“, das vom Spanier mit seinem deutschen Sohn handelt.


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